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PräventivFit 12 | Arteriosklerose

Aktualisiert: 29. Dez. 2025

Altern ist (k)eine Krankheit – oder doch?

Arterielle Plaquebildung, Auswirkung auf Altern
Arterielle Plaquebildung und deren Auswirkung

Wenn stille Entzündungen deine Arterien verstopfen und dich schneller altern lassen…

Was wäre, wenn dein biologisches Alter nicht vom Kalender, sondern von deinen Entzündungswerten bestimmt würde?


Was, wenn dein Körper innerlich brennt – ohne dass du es merkst?

Und was, wenn genau dieser stille Brand den Weg für Herzinfarkt, Schlaganfall und beschleunigte Alterung ebnet?


Entzündungen sind die geheime Kraft hinter Arteriosklerose – und damit oft der erste Dominostein in Richtung chronischer Krankheit und beschleunigter Alterung.


Die gute Nachricht:

Gezielte Prävention kann helfen, die Gefäßfunktion zu erhalten – und Alterungsprozesse positiv zu beeinflussen.

Wie? Mit gezielter Prävention, entzündungshemmender Ernährung und moderner Diagnostik.

Longevity1st zeigt dir, wie du den Kreislauf aus Entzündung – Arteriosklerose – Alterung positiv beeinflussen kannst.


Klar. Verständlich. Wissenschaftlich.


Verfasst von: Matthias Glöckner, Gesundheitscoach Ernährungsmedizin Datum: Dezember 2025 Lesezeit: 8 Minuten


Arteriosklerose verstehen: Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse & praktische Prävention


Einleitung


Arteriosklerose – im Volksmund oft als Gefäßverkalkung bezeichnet – ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung der Arterien. Sie ist ein zentraler Risikofaktor für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere kardiovaskuläre Ereignisse. Trotz jahrzehntelanger Forschung beginnen wir erst heute wirklich zu verstehen, wie diese Erkrankung entsteht – und an welchen Stellschrauben wir präventiv ansetzen können.


1. Was ist Arteriosklerose?

Arteriosklerose („arteria“ = Schlagader, sklerose = Verhärtung) ist ein komplexer, entzündlich getriebener Prozess, bei dem sich Lipide (insbesondere LDL-Cholesterin), Immunzellen und Bindegewebe in der inneren Schicht der Arterien ansammeln. Diese Ablagerungen („Plaques“) verengen die Gefäße und können zu akuten Durchblutungsstörungen führen.


Arteriosklerose entwickelt sich über Jahre hinweg oft still und schmerzfrei – auch wenn im Körper längst entzündliche Prozesse aktiv sind. Gerade diese Unsichtbarkeit macht sie so gefährlich – und frühzeitige Prävention so wichtig.

 

Neuere molekulare Daten unterstreichen, dass nicht nur Fettablagerungen, sondern auch immunologische Mechanismen – insbesondere entzündliche Signalwege und Arten des programmierten Zelltodes – eine pathologische Rolle spielen können.


Spätfolgen der (unerkannten) Arteriosklerose

Hier eine Übersicht der wichtigsten Komplikationen, die sich schleichend entwickeln und oft erst bei einem akuten Ereignis sichtbar werden:

Spätfolge

Beschreibung

Herzinfarkt (Myokardinfarkt)

Verursacht durch den Verschluss einer Herzkranzarterie infolge einer instabilen Plaque oder Thrombose.

Schlaganfall (ischämischer Apoplex)

Durch Verstopfung einer Hirnarterie, häufig durch atherosklerotisch bedingte Embolien aus der Halsschlagader (Carotisstenose).

pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit)

Minderdurchblutung der Beine mit Schmerzen beim Gehen (Claudicatio intermittens) bis hin zum Gewebsuntergang.

Aneurysmen (z. B. Bauchaorta)

Erweiterung und mögliche Ruptur von Arterien durch geschwächte Gefäßwände – oft Folge chronischer Plaquebildung.

Herzinsuffizienz

Langfristige Minderdurchblutung des Herzmuskels kann zu dauerhaften Schäden und Pumpfunktionsverlust führen.

Niereninsuffizienz

Arteriosklerose in den Nierenarterien kann zu chronischem Bluthochdruck und Nierenversagen führen.

Erektile Dysfunktion (bei Männern)

Frühsymptom einer gestörten Gefäßfunktion, insbesondere der kleinen Arterien im Genitalbereich.

Demenz und kognitive Einschränkungen

„Vaskuläre Demenz“ durch chronische Minderdurchblutung des Gehirns – oft unterschätzt.

Wichtig: Arteriosklerose ≠ nur „Herzkrankheit“

Es handelt sich um eine systemische Erkrankung der Gefäßwände, die alle Organe betreffen kann – vom Gehirn über Herz und Nieren bis zu den Extremitäten.


Was macht sie so gefährlich?


·       Symptomfrei im Frühstadium

·       Langsamer, schleichender Verlauf

·       Oft erst entdeckt durch einen Notfall

·       Begünstigt durch moderne Lebensweise 

(Bewegungsmangel, Ernährung, Stress, Rauchen)




Arteriosklerose am Beispiel Koronare Herzkrankheit

Arteriosklerose, KHK, Herzkrankheit
Arteriosklerose am Beispiel Koronare Herzkrankheit


2. Entzündung: Herzstück der Krankheit

Chronische niedrigrangige Entzündungen sind nicht nur eine Begleiterscheinung, sondern ein Treiber des atherosklerotischen Prozesses.

Entzündungsparameter wie das hochsensitive C-reaktive Protein (hsCRP) sind wichtige Risikomarker für kardiovaskuläre Ereignisse, unabhängig vom Cholesterinspiegel.

Dies erklärt, warum entzündungsmodulierende Therapien zunehmend in wissenschaftlichen Studien untersucht werden.


3. Unerwartete neue Erkenntnisse: Infektionen & Plaques

Spannende Forschungsergebnisse zeigen, dass arteriosklerotische Plaques bakterielle Biofilme beherbergen können, die über Jahrzehnte inaktiv bleiben. Werden sie durch Infektionen reaktiviert, kann dies lokale Entzündungen und Plaquerupturen auslösen – ein möglicher neuer Mechanismus für Herzinfarkte.

Diese Daten könnten langfristig zu völlig neuen Ansätzen in Diagnostik und Prävention führen.


4. Ernährung & Lebensstil: Prävention in der Praxis

Studien zeigen klar, dass nicht nur einzelne Nährstoffe, sondern ganze Ernährungs‑ und Lebensmuster das Risiko beeinflussen:


Entzündungsarme Ernährung senkt Risiko

·       Höhere Werte im Dietary Inflammatory Index (pro‑entzündliche Ernährung)

sind mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und

Schlaganfälle verbunden.

·    Anti‑entzündliche Kostformen – reich an Obst, Gemüse, Vollkorn,

Omega‑3‑Fettsäuren und Polyphenolen – unterstützen Gefäßgesundheit

und senken Entzündungsmarker.


Ernährungsmuster mit Nutzen

·       Mediterrane und pflanzenbasierte Diäten gelten als besonders vorteilhaft

zur Reduzierung des kardiovaskulären Risikos.

·     Eine reduzierte Aufnahme von gesättigten Fetten, Zucker und Salz ist

weiterhin eine zentrale Empfehlung.


5. Bewegung als therapeutische Intervention

Regelmäßige körperliche Aktivität wirkt auf mehreren Ebenen positiv:


·       verbessert Endothelfunktion

·       senkt Entzündungsprozesse

·       unterstützt Lipidstoffwechsel

·       stabilisiert arterielle Plaques– und reduziert damit das Fortschreiten der Krankheit.


6. Therapeutische Perspektiven er nahen Zukunft:

Zukunftsfelder der Forschung umfassen:


·       Immunmodulation – gezielte Beeinflussung von Entzündung und Plaque‑Immunität

·       Genetische Therapien

·       Personalisierte Strategien basierend auf molekularer Charakterisierung des

Erkrankungsstandes


7. Fazit: Prävention beginnt heute

Arteriosklerose ist eine multifaktorielle, chronisch entzündliche Erkrankung, die durch integrative Strategien am effektivsten bekämpft wird. Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen:


✔ „Entzündung“ ist ein zentrales Ziel in Prävention & Therapie.

✔ Lebensstil und Ernährung modulieren das Risiko messbar.

✔ „Moderne Ansätze – etwa zur Rolle des Mikrobioms und des Entzündungsstoffwechsels – zeigen, wie Prävention heute neu gedacht werden kann.


Arteriosklerose tut nicht weh – bis es zu spät ist!

 


Melde Dich gerne bei Longevity1st für eine personalisierte Beratung, um Deinen Alltag langfristig nährstoffbewusst zu gestalten, passende Alternativen für Dich zu finden und eine persönliche Gesundheitsstrategie zu entwickeln.




Fachbegriffe verständlich erklärt


Begriff

Bedeutung

Arteriosklerose

Verhärtung und Verengung von Arterien durch Ablagerungen (Plaques), bestehend aus Fetten, Entzündungszellen und Bindegewebe.

Entzündung (low-grade)

Chronisch leicht erhöhte Entzündungsaktivität im Körper, oft ohne akute Symptome, aber mit pathologischem Einfluss auf Gefäße.

hsCRP (high-sensitivity C-reactive protein)

Ein sensitiver Entzündungsmarker im Blut; erhöht bei chronischer, stiller Entzündung.

Mikrobiom

Gesamtheit der Mikroorganismen im menschlichen Körper, insbesondere im Darm – relevant für Stoffwechsel, Immunfunktion und Entzündung.

Myeloide Zellen

Gruppe von Immunzellen (z. B. Makrophagen, Monozyten), die bei Arteriosklerose stark beteiligt sind.

Plaquestabilität

Die strukturelle Festigkeit einer atherosklerotischen Plaque – instabile Plaques neigen eher zum Aufbrechen (Ruptur).

Subklinische Atherosklerose

Frühstadium der Gefäßerkrankung, bei dem noch keine Symptome bestehen, aber Veränderungen bildgebend nachweisbar sind.

Prävention

Maßnahmen zur Verhinderung oder Verzögerung des Krankheitsbeginns – z. B. durch Ernährung, Bewegung, Stressreduktion.


Quellen


Autor:innen

Jahr

Titel

Quelle

Mastrangelo, A., Robles-Vera, I., Mañanes, D., et al.

2025

Imidazole propionate is a driver and therapeutic target in atherosclerosis

Nature

Molinaro, A., et al.

2020

Imidazole propionate is increased in diabetes and associated with dietary patterns and altered microbial ecology

Nature Communications

Fernández-Friera, L., et al.

2015

Prevalence, vascular distribution, and multiterritorial extent of subclinical atherosclerosis in a middle‑aged cohort.

Circulation

Chakaroun, R. M., Olsson, L. M., & Bäckhed, F.

2023

The potential of tailoring the gut microbiome to prevent and treat cardiometabolic disease

Nature Reviews Cardiology

Ridker, P. M., et al.

2017

Antiinflammatory therapy with canakinumab for atherosclerotic disease

New England Journal of Medicine

Sabatine, M. S., et al.

2017

Evolocumab and clinical outcomes in patients with cardiovascular disease

New England Journal of Medicine

Nemet, I., et al.

2023

Atlas of gut microbe-derived products and cardiovascular risk

European Heart Journal

Zhu, W., et al.

2016

Gut microbial metabolite TMAO enhances platelet hyperreactivity and thrombosis risk

Cell



Gesund bleiben, energiegeladen leben!


Matthias Glöckner



Longevity1st
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Haftungsausschluss

Dieser Beitrag wurde mit größter Sorgfalt erstellt und basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie fundierter Literaturrecherche. Dabei kamen auch KI-gestützte Systeme (Künstliche Intelligenz) zur Unterstützung bei der Strukturierung und Zusammenstellung der Inhalte zum Einsatz.

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